Armenien klassisch: 5 Tage
Für wen diese Reiseroute gedacht ist
Fünf Tage sind die ideale Dauer für eine erste Armenienreise. Lang genug, um die Hauptstadt zu verlassen und die zwei kontrastreichsten Landschaften des Landes zu erleben — das hohe Vulkanplateau im Norden und die halbtrockenen Weintäler im Süden — und kurz genug, um alles ohne logistischen Aufwand zu schaffen.
Diese Reiseroute folgt einer logischen geografischen Schleife: Yerevan als Basis, zwei klassische Tagesausflüge (Garni/Geghard und der Sewansee/Dilijan-Korridor), dann die südlichen Weinberge mit Khor Virap auf dem Rückweg. Kein Auto erforderlich — jeder Abschnitt ist mit Gruppentouren oder Marschrutkas abgedeckt. Die Gesamtstrecke ist überschaubar, das Tempo entspannt.
Für wen diese Route weniger geeignet ist: passionierte Wanderer, die mehrtägige Routen suchen; Weinliebhaber, die mehr als eine kurze Degustation in Areni wünschen; und alle, die die ferne Südregion (Tatew, Goris, Khndzoresk) erreichen möchten — diese Ziele erfordern 7–10 Tage. Wer 7 Tage hat, findet in der Armenien-Klassik 7 Tage Tatew, Norawank und Dilijan als Übernachtungsstation.
Kurzübersicht
| Tag | Thema | Wichtigste Stationen |
|---|---|---|
| Tag 1 | Yerevan | Republikplatz, Kaskade, Matenadaran, armenischer Brandy |
| Tag 2 | Garni + Geghard + Sewansee | Garni-Tempel, Symphonie der Steine, Geghard, Sewansee |
| Tag 3 | Dilijan + Haghartsin | Sewansee, Dilijan-Stadt, Kloster Haghartsin, Parzsee |
| Tag 4 | Weinland Süd | Khor Virap, Norawank, Weinverkostung Areni, Areni-1-Höhle |
| Tag 5 | Etschmiadzin + Abflug | Kathedrale Etschmiadzin, Ruinen von Zvartnots, Abschied Yerevan |
Basis: Yerevan (keine Hotelwechsel nötig) Transport: GYG-Touren + Marschrutkas + GG Taxi Budget: 60–120 EUR/Tag im mittleren Preissegment
Tag 1: Yerevan — erste Eindrücke
Vormittag
Wenn möglich, früh am Morgen am internationalen Flughafen Zvartnots ankommen. Transfer zum Hotel (20 Minuten per GG Taxi, ca. 3.500–4.000 AMD). Gepäck abgeben und sofort losziehen — das Morgenlicht auf Eriwans Tuffsteingebäuden ist vor dem Mittag am schönsten.
Start auf dem Republikplatz, um sich zu orientieren. Die rosa und honigfarbenen Gebäude wurden in den 1920er-Jahren von Alexander Tamanian entworfen und besitzen eine kohärente Grandeur, die in postsowjetischen Städten selten zu finden ist. Die Abowjan-Straße nach Norden entlanggehen, vorbei an der Oper bis zum Beginn der Nordpromenade, Eriwans Fußgängermeile.
Das Matenadaran (Maschtots-Institut für antike Manuskripte) an der Maschtots-Allee ist eine der außergewöhnlichsten Manuskriptbibliotheken der Welt. Armenien entwickelte 405 n. Chr. sein eigenes Alphabet, um die Bibel zu übersetzen — die Handschriften, viele davon prächtig illuminiert, umspannen 1.600 Jahre kontinuierlicher Literaturkultur. Einplanen: 60–90 Minuten.
Nachmittag
Den Kaskadenkomplex besteigen — entweder über die 572 Stufen im Freien oder innen mit den Rolltreppen. Der Skulpturengarten von Cafesjian ist kostenlos; das Museum im Inneren kostet einen moderaten Eintrittspreis. Der Ausblick von oben ist Eriwans bestes Panorama.
Mittagessen: Restaurant Sherep nahe der Tumanjan-Straße serviert hervorragende moderne armenische Küche (Lamm, Aubergine, Kräuter) in unkomplizierter Atmosphäre. Mittlere Preisklasse.
Anschließend das Kond-Viertel erkunden — das alte Yerevan zwischen modernen Boulevards, ein Viertel mit Steinhäusern aus dem 19. Jahrhundert, engen Gassen und Katzen. Ein 45-minütiger Spaziergang gibt eine völlig andere Perspektive auf die Stadt.
Abend
Den Yerevaner Brandy in einer Bar statt auf einer Tour probieren: die meisten Weinbars auf der Sarjan-Straße führen armenischen Brandy und erklären gerne die wichtigsten Varianten (Ararat 3-Sterne, 5-Sterne, 10-jähriger Akhtamar). Eine wirtschaftliche Möglichkeit, vor einer eventuellen Tour der Yerevaner Branntweingesellschaft am Tag 5 zu verkosten.
Abendessen: Restaurant Lawasch (gehobene armenische Tradition, gute Weinkarte, nahe der Kaskade) oder Gusto (Italianisch-Armenische Fusion, verlässliche Qualität).
Tag 2: Garni, Geghard und Sewansee
Vormittag
Eine kombinierte Gruppentagestour Garni-Geghard-Sewansee buchen — diese fahren täglich von Yerevan ab und decken alle drei Stätten an einem langen Tag ab (typischerweise 9:00–18:00 Uhr). Dies ist der beliebteste Tagesausflug im Land.
Garni (40 Minuten von Yerevan) ist Armeniens einziger erhaltener hellenistischer Tempel aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., dem Sonnengott Mihr geweiht. Das Gelände liegt auf einem felsigen Vorsprung über dem Asas-Flusstal. Hinabsteigen zum Fluss für die Symphonie der Steine — eine natürliche Basaltsäulenformation, die wie eine Skulptur wirkt. Einplanen: 90 Minuten für Garni und die Schlucht.
Garni, Geghard & Lake Sevan Day TripMittag
Das Kloster Geghard liegt 15 Minuten weiter östlich im Asas-Tal. Die direkt in den Fels gehauenen Höhlenkirchen sind schlicht atemberaubend — der Geruch von Weihrauch, das Kerzenlicht auf mittelalterlichen Chatschkaren und der Chorgesang (wenn man Glück hat, einen Gottesdienst zu erwischen) verbinden sich zu etwas Unvergesslichem. Der UNESCO-Welterbestatus ist vollauf verdient.
Viele Touren umfassen eine Lawasch-Backen-Vorführung in einem Dorf zwischen Garni und Geghard — das Fladenbrot wird in einem Tonir (in die Erde eingelassener Lehmofen) gebacken. Ein Highlight, auch wenn es touristisch klingt.
Nachmittag
Der Sewansee (65 km von Yerevan, 1 h 15 min) ist Armeniens Binnenmeer — ein Gebirgssee auf 1.900 Metern mit auffallend blauem Wasser. Die Tour hält typischerweise am Kloster Sewanavank, das auf einer einstigen Insel (heute Halbinsel nach sowjetischer Wasserumlenkung) steht. Das Kloster stammt aus dem 5. Jahrhundert, wurde im 9. Jahrhundert umgebaut, und der Ausblick auf den See vom Hügel ist bilderbuchhaft.
Im Sommer werden die Strände am Sewansee voll, im Frühling und Herbst ist das Ufer ruhig. Wenn die Tour freie Zeit am See erlaubt, unbedingt Ishkhan-Forelle (Sewanforelle) in einem der Seerestaurants probieren — eine lokale Delikatesse.
Rückkehr nach Yerevan gegen 17:30–18:00 Uhr.
Tag 3: Dilijan — die armenische Schweiz
Vormittag
Der Dilijan-Korridor wird mit einem zweiten Tagesausflug abgedeckt. Manche Touren kombinieren Sewansee und Dilijan an einem langen Tag; wer den See bereits an Tag 2 besucht hat, wählt eine Dilijan-spezifische Tour mit Fokus auf Klöster und den Nationalpark.
Dilijan (95 km von Yerevan, 1 h 45 min über den Sewansee-Dilijan-Tunnel) ist eine Kurstadt aus dem 19. Jahrhundert im dichten Buchen- und Eichenwald. Die Luft riecht tatsächlich anders als in Yerevan. Das restaurierte Alt-Dilijan-Viertel (Scharambejan-Straße) ist gesäumt von Handwerkerläden, einem kleinen Historischen Museum und einem Töpferatelier — touristisch, aber geschmackvoll.
Sevan, Dilijan, Haghartsin, Goshavank & Lake ParzNachmittag
Das Kloster Haghartsin (10 km nördlich von Dilijan, im Wald) ist eines der besterhaltenen mittelalterlichen Klosterkomplexe Armeniens aus dem 13. Jahrhundert. Die Lage — drei Kirchen und ein Refektorium in einem bewaldeten Tal — unterscheidet sich völlig von den freiliegenden Felsenklöstern im Süden. Einplanen: 60–90 Minuten.
Der Parzsee (Klarer See) liegt 2 km von Dilijan entfernt — ein kleiner Waldsee, umgeben von Birken, mit einer Seilbahn und einem einfachen Restaurant. Sanft statt dramatisch, aber sehr angenehm als letzter Halt vor der Rückfahrt.
Bei ausreichend Zeit lohnt das Kloster Goschawank (15 km nordöstlich von Dilijan) einen Besuch — es beherbergt den weltberühmten Triskelion-Chatschkar, geschnitzt von Pawghos von Goschawank, und war die mittelalterliche Akademie, in der Rechtsgelehrter Mechitar Gosch das erste armenische Zivilgesetzbuch zusammenstellte.
Rückkehr nach Yerevan gegen 18:00–18:30 Uhr.
Tag 4: Weinland Süd
Vormittag
Tag 4 ist der längste und vielfältigste. Abfahrt von Yerevan um 8:30 Uhr für eine ganztägige Südschleife. Erster Halt: Khor Virap (35 km südlich, 50 min) — Armeniens fotogenischstes Kloster, eine strenge Festungskirche am Fuße der Ararat-Ebene mit dem Berg Ararat am Horizont an klaren Tagen. Die Verliese, in denen der Heilige Gregor der Erleuchter inhaftiert war, sind per Leiter zugänglich. Die Bergaussicht ist im Sommerdunst nicht garantiert; April–Juni und September–Oktober bieten die besten Chancen.
Day trip to Khor Virap, Areni Winery and Noravank MonasteryMittag
Weiter nach Süden in den Wajoz Dzor — das Weinland. Die Straße schlängelt sich durch immer dramatischere rote Felslandschaften zum Kloster Norawank, in einer engen Kalksteinschlucht mit senkrechten Ocker-Klippen an drei Seiten. Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers aus dem 14. Jahrhundert trägt ein Steinrelief Gottvaters — eine Seltenheit in der armenischen Kirchenkunst. Norawank ist eine der visuell beeindruckendsten Stätten des Landes.
Mittagessen: Mehrere Restaurants in der Schlucht servieren einfache armenische Gerichte (Gegrilltes, Lawasch, frische Kräuter) zu fairen Preisen.
Nachmittag
Das Dorf Areni liegt 10 km nördlich von Norawank. Die Areni-1-Höhle oberhalb des Dorfes ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten der Welt — Ausgrabungen hier fanden eine 6.100 Jahre alte Weinpresse, die älteste bisher entdeckte. Die Höhle ist bei Führungen zugänglich, und der Maßstab der prähistorischen Kammern ist beeindruckend.
Areni-Weinverkostung: Das Dorf ist von Weingütern umgeben. Das Weingut Hin Areni liegt 2 km vom Dorf entfernt und bietet ausgezeichnete Verkostungen von Areni Noir (die einheimische Rotweintraube) und Voskehat (Weiß). Trinity Canyon Vineyards, 5 km entfernt, ist neuer und polierter. Beide eignen sich für eine Nachmittagsverkostung — im Voraus buchen.
Rückkehr nach Yerevan gegen 19:00–19:30 Uhr.
Tag 5: Etschmiadzin und Abflug
Vormittag
Etschmiadzin (25 km westlich von Yerevan, 30 min) ist die geistliche Hauptstadt der armenisch-apostolischen Kirche — Sitz des Katholikos und älteste noch aktiv genutzte christliche Kathedrale der Welt (gegründet 301–303 n. Chr., aber umfangreich umgebaut). UNESCO-Welterbe seit 2000. Eine Stunde hier deckt die Kathedrale, den Schatz (außergewöhnliche Reliquien) und den umgebenden Garten ab.
Einige hundert Meter entfernt liegen die Ruinen der Zvartnots-Kathedrale (7. Jahrhundert n. Chr.) — kreisförmiger Grundriss, teilweise rekonstruiert, umgeben von Feldern mit dem Berg Ararat im Süden. Das Museum vor Ort gibt Kontext für das, was einst ein spektakuläres Gebäude war.
From Yerevan: Echmiadzin Mother Cathedral and Zvartnots TourNachmittag
Rückkehr nach Yerevan zum Mittagessen und für den Nachmittag. Gute Abschlussmöglichkeiten:
- Tour und Verkostung der Yerevaner Branntweingesellschaft, falls an Tag 1 ausgelassen (im Voraus buchen)
- Erebuni-Museum — die Urartu-Festungsruinen aus dem 8. Jahrhundert v. Chr., 3 km vom Zentrum
- Ein letzter Bummel durch den GUM-Markt (Tpagritschner-Straße) für frische Produkte, Trockenfrüchte und Nüsse als Mitbringsel
Abflug: Am Flughafen Zvartnots 60–70 Minuten vor dem Check-in einplanen. GG Taxi kostet ca. 3.500–4.500 AMD.
Unterkunft
| Nacht | Hotel | Ungefährer Preis/Nacht |
|---|---|---|
| Nächte 1–5 | Republica Hotel Yerevan (4 Sterne, zentral) | 90–130 EUR |
| Nächte 1–5 | Ani Grand Hotel (3 Sterne, gut gelegen, Republikplatz) | 65–90 EUR |
| Nächte 1–5 | Tufenkian Historic Yerevan (Boutique-Luxus) | 160–220 EUR |
Alle Tagesausflüge kehren nach Yerevan zurück, sodass kein Hotelwechsel nötig ist.
Gesamtbudget-Schätzung
| Kategorie | Rucksackreisende/Tag | Mittleres Segment/Tag | Luxus/Tag |
|---|---|---|---|
| Unterkunft | 20–30 EUR | 75–100 EUR | 150–200 EUR |
| Mahlzeiten | 12–18 EUR | 35–55 EUR | 70–110 EUR |
| Touren/Transport | 30–45 EUR | 50–80 EUR | 100–180 EUR |
| Diverses | 5–10 EUR | 15–25 EUR | 30–50 EUR |
| Tagessumme | 67–103 EUR | 175–260 EUR | 350–540 EUR |
| 5-Tage-Summe | 335–515 EUR | 875–1.300 EUR | 1.750–2.700 EUR |
Varianten
Auf 4 Tage kürzen: Tag 3 (Dilijan) streichen und den Sewansee-Stopp in den Garni/Geghard-Tag integrieren. Die Waldatmosphäre Dilidjans geht verloren, alles andere bleibt. Siehe 4-Tage-Armenien.
Auf 7 Tage verlängern: An Tag 6 Tatew hinzufügen (Übernachtung in Goris oder Tatew-Dorf), dann Dilijan und Gjumri an den Tagen 7–8. Siehe Armenien-Klassik 7 Tage.
Gjumri hinzufügen: Tag 3 durch eine Zugfahrt nach Gjumri ersetzen (3 h, Direktverbindung von Yerevan). Armeniens zweite Stadt hat einige der besten Cafés des Landes und ein einzigartiges architektonisches Erbe. Abends zurück nach Yerevan.
Geschichtsfokus: Den Dilijan-Tag durch einen UNESCO-Vertiefungstag ersetzen: Etschmiadzin und Zvartnots am Vormittag, dann Sanahin und Haghpat am Nachmittag (3 h 30 min von Yerevan, aber als langer Tagesausflug mit privatem Auto oder Tour machbar).
Buchungstipps und GYG-Touren
Die drei wichtigsten Tagesausflüge dieser Reiseroute — Garni/Geghard/Sewansee, Dilijan/Haghartsin und die südliche Weinlandschleife — fahren alle als reguläre Gruppentouren von Yerevan ab. In der Hauptsaison (Juni–September) mindestens 48 Stunden im Voraus buchen. Private Touren kosten das 1,5- bis 2-fache des Gruppenpreises, bieten aber mehr Flexibilität.
Die Areni-Weinverkostung an Tag 4 funktioniert am besten bei direkter Buchung beim Weingut (Hin Areni oder Trinity Canyon Vineyards). Alternativ bieten manche GYG-Touren einen Weingutbesuch als Teil der Khor Virap-Norawank-Areni-Schleife an.
Häufig gestellte Fragen zu dieser Reiseroute
Sind 5 Tage in Armenien ausreichend?
Fünf Tage decken die wesentlichen Highlights ab, ohne gehetzt zu wirken. Man sieht Yerevan, die klassischen Klöster (Geghard, Khor Virap, Norawank), den Sewansee, Dilijan und das Weinland. Was man nicht sieht: Tatew, Gjumri im Detail, Lori (Haghpat/Sanahin) und den fernen Süden. Für eine umfassendere Reise 7–10 Tage einplanen.
Kann ich diese Route ohne Auto bewältigen?
Ja, vollständig. Jeder Tagesausflug nutzt geführte Gruppentouren von Yerevan (buchbar über GYG) oder gemeinsame Marschrutkas. Das einzige Fahren, das man selbst arrangieren muss, sind Flughafentransfers (GG Taxi). Ein Auto ist nützlich, wenn man spontan anhalten oder abseits der Hauptrouten erkunden möchte, aber nicht notwendig.
Was ist die beste Saison für eine 5-tägige Armenienreise?
Mai–Juni und September–Oktober sind ideal. Im Mai gibt es Wildblumen und angenehme Temperaturen; im September–Oktober findet die Weinlese statt, Dilijan erstrahlt in Herbstfarben, und die Luft ist am klarsten für Ararat-Ausblicke. Juli–August ist möglich, aber Yerevan ist sehr heiß (35 °C+) und der Ausblick bei Khor Virap kann durch Dunst beeinträchtigt sein.
Was kostet diese Reiseroute?
Mit mittlerem Preisniveau bei Unterkunft und GruppentagesTouren sind ca. 175–260 EUR pro Person und Tag einzuplanen, also etwa 875–1.300 EUR für 5 Tage ohne Flüge. Das untere Ende ist gut erreichbar, wenn man in lokalen Restaurants statt in touristischen isst.
Kann ich Führungen ohne Vorausbuchung machen?
In der Nebensaison (November–März) ist oft eine Buchung am Vortag möglich. In der Hauptsaison (Juni–September) mindestens 48 Stunden im Voraus buchen. Die Areni-Weinverkostungen sollten unabhängig von der Saison immer vorgebucht werden.
Lohnt sich der Besuch der Areni-1-Höhle?
Ja, definitiv. Sie ist nicht die visuell spektakulärste Höhle der Welt, aber der Kontext — 6.100 Jahre kontinuierlicher Weinbau, erst vor wenigen Jahrzehnten entdeckt — macht sie zu einer der bedeutendsten archäologischen Stätten, die man auf einer Reise irgendwo besuchen kann. Nur mit Führung; 60–90 Minuten einplanen.
Was sind die besten Restaurants in Yerevan für einen 5-tägigen Besuch?
Eriwans Restaurantszene hat sich erheblich verbessert und bietet jetzt echte Qualität in verschiedenen Preisklassen. Für traditionell Armenisches sind Sherep (Abowjan-Bereich) und Lawasch (nahe der Kaskade) die verlässlichsten gehobenen Optionen. Für mittleres Preisniveau sind Gusto (Italianisch-Armenisch, Bereich Nordpromenade) und Tavern Yerevan (höhlenartige Atmosphäre, guter Khorowats) verlässlich. Das Achajour Restaurant nahe der Oper ist ausgezeichnet für Mezze-Essen mit gutem armenischen Wein. Auf der Sarjan-Straße gibt es mehrere Weinbars (In Vino, Maran), wo man glasweise trinken und Käse und Charcuterie essen kann. Die Weißtischtuchrestaurants direkt am Republikplatz sind bekannte Touristenfallen — überteuertes Essen bei unterdurchschnittlicher Qualität.